Lotta-Leben: Tag 900

Wir waren früh morgens in den Feldern unterwegs – Lotta wie inzwischen üblich im Freilauf. Plötzlich entfernt sie sich weit auf eines der abgeernteten Felder, kommt auch nur sehr unwillig zu mir zurück, hält einen ordentlichen 20-Meter – Sicherheitsabstand zu mir.

Grund: sie hat einen ollen Knochen gerochen und sicherheitshalber fix geborgen – nicht das da noch andere Hunde dran gehen … So eine kleine Kröte! Aber ihre Nasenleistung ist einfach genial.

Anderes Beispiel heute früh: wir gehen auf eine kleine Morgenrunde nachdem sie kurz im Garten war in Richtung Felder … Hinter der Bundesstraße musste erstmal das Morgen-Häufchen raus. Danach ging es dann nicht mehr weiter sondern stark schnuffelnd und sehr zielgerichtet zurück: sie hat tatsächlich gerochen, dass Anne ihr Futter hingestellt hat – über eine Entfernung von ca. 400 Meter mit einer stark befahrenen Bundesstrasse dazwischen. Ich würde wirklich gern mal erfahren, wie diese Nase funktioniert!

Lotta-Leben: Tag 893

Gestern war der letzte Termin vom Apportierkurs und wir hatten trotz kleiner Runde viel Spaß. Das Thema taugt ihr wirklich auch wenn wir noch das eine oder andere verstärkt üben müssen – und es lässt sich prima in den normalen Tagesablauf integrieren. So einen Dummy kann man ja auf der Spazierrunde auch mal schnell ins gebüsch fallen lassen und den Hund suchen schicken … das hat echt was und ist viel effektiver als zum Beispiel Man-Trailing wo doch die meiste Zeit mit Warten verbracht wird …

Lotta-Leben: Tag 891

Nachdem der daily walk gestern Nachmittag recht lang war haben wir Abends noch ein wenig Apportieren im Garten geübt und vorher noch drinnen ein kleines Experiment gemacht: aus zwei kleinen, auf die Seite gekippten Lack-Tischen (IKEA) habe ich eine “Wand” gebaut mit einem kleinen Spalt zwischen den Platten. Dort wurde ein Leckerchen durchgeschoben und Lotta sollte es sich holen. Zuerst hat sie versucht, mit Pfoten und Zunge durch den kleinen Spalt an den Keks zu kommen was aber nicht funktioniert hat. Dann gab es eine kurze Frust-Phase mit nach dem Motto “ich will das aber haben” bis sie sich etwas zurückgenommen hat. Plötzlich hat es “Klick” gemacht – sie hat ihren Weg um das Hindernis herum genommen und sich den Keks geholt. Das ganze haben wir noch 2x wiederholt. Bei der ersten Wiederholung ähnlich wie im ersten Versuch: ich will das haben und Genöhle aber der Weg um den Tisch herum wurde schneller gefunden. Im 3. Versuch ging es noch schneller … gutes Mädchen. das Experiment werden wir so ähnlich öfter  mal wiederholen!

Danach haben wir im Garten zuerst ein wenig apportiert – zunächst mit werfen und holen, dann mit verstecken und suchen – hat jedes mal gut funktioniert und sie hat bis auf den ersten Versuch den Dummy auch tatsächlich bis zu mir getragen. Danach noch ein wenig mit dem Frisbee spielen und Zergeln – Lotta glücklich!

Lotta-Leben: Tag 890

Aktuell hat unser Mädchen so ihren eigenen Kopf – morgens eine Runde gehen wird gern mal ignoriert; im Freilauf entwickelt sie auch so ihre eigenen Ideen und gehorcht nicht immer – vor allem wenn etwas für sie spannend riecht. Das muss wieder besser werden denn die Abstände bei denen sie dann ganz schnell angeflitzt kommt werden größer (und mir zu groß) – immerhin kommt sie grundsätzlich auch wenn gelegentlich die “zu mir” – Pfiffe auch mal überhört werden können.

Grundsätzlich bin ich aber ziemlich stolz das ich sie endlich laufen lassen kann. Jagdverhalten hat sie bei mir noch nie wirklich gezeigt: Rehe und Hasen werden angeschaut aber sie geht nicht hinterher – Fasane und Rebhühner sind da schon eher ‘ne Herausforderung aber solange die in irgendwelchen Hecken rumhüpfen sind sie anscheinend sicher! Kommen uns andere Hunde, Radfahrer oder Spaziergänger entgegen, kommt sie in der Regel sofort zu mir und wartet brav bis die Sache “geklärt” ist.

Ansonsten ist in dieser Woche schon der letzte Termin vom Apportier-Training – nehmen wir den Dummy mit auf eine Runde und sie muss ihn suchen oder holen hat sie Spaß – kommt Ablenkung dazu oder ein zweiter Dummy, ein anderer Gegenstand wird es schwierig für sie – da ist sie komplett auf den Dummy eingenordet. Das man auch mal ein Stöckchen werfen und zurückbringen kann ist bei ihr aktuell noch nicht verdrahtet 🙂 Aber grundsätzlich ist das ein schöner Zeitvertreib und eine gute Übung unterwegs – hat sich gelohnt und ist einfacher in unser “Programm” einzubauen als das Mantrailing.

Lotta-Leben: Tag 878

Heute Nachmittag auf unserer Feld-, Wald- und Wiesenrunde: Lotta läuft ohne Leine ungefähr 2 Meter vor mir und schnuffelt rum … Plötzlich springt ein Reh aus dem Gebüsch über den Weg direkt vor ihrer Nase … Sie macht 1, 2 Schritte hinterher … ich rufe (hab sie innerlich schon im Getreidefeld verschwinden sehen), Lotta dreht sofort um, kommt zu mir, sitzt … das Reh war in dem Moment für sie völlig uninteressant.

Superspitzenklasse – zur Belohnung gabs ganz viele Kekse … Ich bin sooo stolz auf unser Mädchen! Danach gab es noch zwei Situationen wo im Gebüsch am Wegrand Fasane oder Rebhühner aufflogen und auch da war sie komplett bei mir und hat nur mal kurz den Kopf gehoben, sich aber auch nicht wirklich dafür interessiert … saucool!

Lotta-Leben: Status mantrailing

Leider ist das Thema nach Ende des Einführungskurses doch eingeschlafen auch wenn das Mädchen sowohl Talent dafür und auch Lust hätte. Der Grund ist ganz einfach: die angebotenen Termine (idR unter der Woche Abends ab 18 Uhr oder am Wochenende morgens um 9 Uhr) kriegen wir angesichts des zusätzlichen Fahrtaufwands nach Taufkirchen, Dorfen etc. einfach nicht hin. Wir suchen daher immer noch nach einer Alternative zum Beispiel mit unserer Hundeschule aber da tauchen leider neue Probleme und Unmöglichkeiten auf – eine angedachte Anleiterin fällt aktuell aufgrund eines Unfalls länger aus – blöd. Stellen wir das Thema also einfach eine Weile zurück und schauen mal, ob es im nächsten Jahr oder im Winterhalbjahr irgendwie machbar ist …

Aktuell sind wir im Apportier-Training mit Greta – das macht auch viel Spaß und ist einfacher in den Alltag zu integrieren – vor allem, da keine langen Wartezeiten für die Hunde dabei auftreten und das ganze auch jederzeit im Rahmen von Spaziergang, Gassirunde etc. trainiert werden kann.