Tubeless – the story continues …

Hier und hier habe ich meine Erfahrungen mit dem Umbau der IVY auf tubeless geteilt … und am vergangenen Wochenende ging die Story weiter nachdem die bestellten WTB Ridler geliefert wurden.

Ziel der Aktion: den defekten (und immer weiter aufreissenden) Hinterreifen tauschen. Also habe ich am Samstag im Regen die IVY auf die Terrasse gestellt, das Hinterrad ausgebaut, Luft abgelassen und den Reifen demontiert. Das ging dieses Mal wirklich easy – in die Mitte drücken, runter nehmen, sich dabei nicht mit der Dicht-Flüssigkeit einsauen – alles kein Problem. Reifen und Felge mit Papiertüchern sauber wischen und gut.

Neuen Reifen auspacken und rauf auf die Felge – inzwischen habe ich ja Übung 🙂 Ging problemlos.

Ventileinsatz reinschrauben, Pumpe, Feuer frei … und nix wars – der Reifen ploppt einfach nicht ins Bett. Also ab zur Tankstelle – hat ja beim letzten Mal auch funktioniert. Ergebnis? Nix geht – es ploppt einfach nicht. Also wieder nach Haus, nochmal am Reifen rumkneten und pumpen … erfolglos. Ziemlich frustriert auf den Kickr und auf nach Alp d’Huez … Abends nochmal probiert – wieder ohne jeden Fortschritt.

Das gleiche am Sonntag mit frischen Kräften … nada, nüscht, niente. Der neue Reifen setzt sich einfach nicht. Hm, irgendwo stand doch, man könnte ‘nen Schlauch einziehen um den Reifen ploppen zu lassen. Schlauch geholt, Ventil raus, Schlauch rein, pumpen – sitzt past wackelt und hat Luft – alles prima. Also Reifen auf einer Seite wieder rausgehebelt, Schlauch raus, Ventil rein und pumpen.

Same shit as before – es ploppt einfach nicht. Dabei auch noch irgendwie das Tubeless-Ventil beschädigt. Mist. Also nochmal ab zur Tanke und siehe da – es ploppt und alles ist gut. Sogar mit eingebautem Ventil. Ab nach Hause, Ventileinsatz raus, 60ml Stance-Milch rein, Ventil rein, aufpumpen und alles ist gut. Direkt eine 50ger Runde als Test gefahren – die 4 Bar waren schon ganz okay und der Reifen ist dicht.

Naja, verbuchen wir es als “wieder was gelernt”.  Jetzt muss ich noch am Vorderrad den Ventileinsatz tauschen (der hat sich irgendwie zugesetzt) und entweder über einen eigenen Kompressor mit Lufttank oder eine Pumpe mit Tank nachdenken. Und die Schaltung muss neu eingestellt werden – aber dann ist die IVY wieder kampfbereit. Sind auch nur gute 6 Wochen bis Rosenheim …

Schlauchlos – Update

Learning: hat man einen Reifen mit kleinem Loch und baut auf schlauchlos um, ist das erst einmal kein Problem – solange das Loch abgedichtet wird. Glaubt man aber nach einer Weile, nun sei alles okay und man könnte auch mal wieder ordentlich Luft reinfüllen, geht das nur bis zu einer bestimmten Grenze … irgendwann reisst dann mangels Schlauch das Loch wieder und weiter auf … Mist!

Ach ja, aktuell kostet ein günstiger WTB Ridler 700/37c gute 45.- Euro … na prima

Home automation made simple

Unsere Treppenhausbeleuchtung ist vor allem eines – ziemlich am Bedarf vorbei geplant.

Bei 4 Stockwerken (KG, EG, 1OG, 2OG) kommen da eine Menge Schalter zusammen. Statt aber diese an sinnvollen Stellen zusammenzufassen oder gar zur Steuerung von “Szenarien” zu nutzen, hat man sie über das ganze Treppenhaus verstreut, so dass man z.B. auf dem Weg “EG => 2OG” entweder 2 x im Dunkeln steht oder jeweils vor geht, um den Weg ins nächste Stockwerk zu erleuchten und dann zurück, um im darunter liegenden Bereich das Licht auszuschalten.

Wände aufstemmen und Schalter versetzen … keine Option. Überlegungen mit Siri/Alexa & Co waren auch nicht so wirklich der Renner – was also tun?

Bei Amazon 4 kleine LED-Lampen mit Bewegungssensor kaufen (1 Set – in Summe 10.- Euro), 4 x 3 vorhandene AAA-Akkus reinwerfen und eine halbe Stunde lang die optimalen Positionen ausknobeln, damit beim Betreten des Treppenhauses an jeder möglichen Position

a) die in der Nähe installierte LED anspricht (natürlich nur ab einem gewissen Level an Finsternis) und
b) bei Bewegung in jedwede mögliche Richtung auch die nächste LED rechtzeitig anspricht … Abschalten geht automatisch nach ungefähr 60 Sekunden ohne Bewegung.

Ergebnis: perfekt – hat über den ganzen Winter fehlerlos funktioniert; nicht einmal die Akkus musste ich laden. Und die Lampen hängen an PataFix-Pads an der Wand und sind ohne Rückstände einfach abziehbar. 

Endlich schlauchlos …

Ich bin den Schlauch los. Der Jahreswechsel 2021/2022  waren durch zahlreiche platte Reifen an der IVY geprägt. Meist zum Glück mehr oder weniger heimatnah aber ich hab den Bock auch schon 10 und 15 Kilometer weit geschoben … doof.

Kürzlich wollte ich an einem schönen Samstag zu einer Runde aufbrechen und – vorn und hinten platt. Hinten hatte ich schon erwartet – das Loch war einfach zu groß für den eingesetzten Schlauchflicken. Aber vorn? Der Wintersplitt in unserer Gegend hatte einen ordentlichen Job gemacht. Kleines Loch, großer Ärger.

Maximal genervt habe ich dann a) ein anderes Rad genommen, um die Runde zu absolvieren und b) die enjoyyourbike-Webseite aufgerufen und schnell zusammengeklickt, was man für ein zukünftig schlauchloses Leben braucht.

Letztendlich sind neben

  • Ventile für Schlauchlosreifen
  • Dichtmilch (1x 1/2 Liter, 1x eine Portion zum mitnehmen)
  • Lezyne Mini-Pumpe

und noch ein paar andere Sachen, die mit dem Umbau nichts zu tun haben, im Einkaufskorb gelandet.

EYB hat fix geliefert und ich stand dann irgendwann an einem Samstag bei gefühlten 0° am Terrassentisch im Garten. Räder ausbauen, Reifen runter (das übliche Gewürge an den Cannondale / WTB-Felgen), Schläuche raus, Reifen und Felgen checken (der vor nicht einmal 500 Km aufgezogene WTB Ridler hinten hatte ein amtliches Loch). Vorn sollte sowieso ein neuer Reifen drauf … 

Also – wie geht’s jetzt weiter? Ach ja, Ventile einsetzen, Reifen aufziehen und erstmal ploppen lassen … gar nicht so einfach, wenn der Hinterreifen ein Loch hat und vorn der Sch$&$-Mantel nicht ploppen will. Frustriert aufgegeben und am nächsten Tag zur Tankstelle – dort ging’s dann mit Loch zuhalten und Ventiladapter-Gewürge, dafür aber schnell.

So, mal sehen, ob das vielleicht schon ansatzweise dicht ist. Zisch … Pfffff … Okay, so wird das nix. Am nächsten passenden Termin habe ich mich der Dichmilch-Thematik gewidmet. Sicherheitshalber nochmal auf YouTube die Tutorials checken und los geht’s.

Schütteln, mehr schütteln … und rein damit. Ok – so geht’s nicht – mit der 100ml Spritze komme ich nicht in die Flasche rein. Also ab in den Bastelkeller, ein Stück Aquarienschlauch suchen .. Ah, klappt. Schlauch aufs Ventil setzen (die Innen-Einsätze habe ich natürlich vorher rausgenommen), das Ventil auf Viertel vor / Viertel nach stellen damit die Suppe nach unten läuft und … rein damit. Okay, klappt. Einfüllschlauch abziehen, Ventileinsatz rein und pumpen … Es suppt … nicht viel, aber – es suppt. Egal – der Lappen liegt bereit. Sauber wischen und Rad bewegen, schwenken, drehen … die Luft entweicht. Nochmal pumpen, drehen … Naja, geht so.

Beim Hinterrad das gleiche Spiel – nur entweicht hier die Milch ratzfatz durch das vorhandene Loch im Mantel … nach 3, 4 Drehungen wird es aber langsam dicht. Hui, das funktioniert ja tatsächlich. Also Luft rein, mehr bewegen und abwarten. Nach 30 Minuten sind beide Räder platt wie vorher. Und nun? Aufpumpen, drehen, abwarten … Nach einer halben Stunde wird es langsam besser-  sogar am Hinterrad entweicht die Luft langsamer. Ok, nochmal aufpumpen und wegstellen – mal sehen, wie es morgen aussieht.

Am nächsten Abend: beide Räder platt. Also von vorn … so geht es ein paar Tage und die Luft entweicht immer langsamer. Am Ostermontag habe ich dann endlich die Räder eingebaut, nochmal aufgepumpt und eine erste Proberunde gewagt. Es zischt … hinten und es bildet sich ein netter weisser Klecks Dichtmilch am Reifen. Egal, weiterfahren. Nachfüllen kann ich immer noch.

Und siehe da – danach ist es gut. Ja, die Reifen verlieren ein bisschen Luft aber es ist okay. Inzwischen bin ich noch eine 20km Runde gefahren und es hat funktioniert. Die Reifen halten und auch im Gelände ist nichts passiert. Das Fahrgefühl ist wie vorher, ein bisschen weicher vielleicht. Das liegt aber auch daran, das ich nicht mehr bis 6 Bar gepumpt habe sondern bei ungefähr 3 Bar erst einmal geblieben bin – das ist so ungefähr der empfohlene Wert. Nicht schlecht – bis jetzt. Aber auch ganz schön teuer. Knappe 20 Euro für die Ventile, weitere knappe 20.- für die Dichtmilch – das wären auch einige Schläuche gewesen. Aber wenn es funktioniert ist es eine schöne Lösung.

Das nächste Rad wird das MTB – auch ein häufiger Kandidat für platte Füsse.

Vom Rennrad lasse ich die Finger – zu alt und auf neue Laufräder habe ich zwar Lust aber irgendwie rentiert sich das im Moment nicht. Und am Trecker habe ich die sauschweren Felgen mit Pannenschutzeinlage etc. drauf – da war bislang nie etwas. Aber ich sollte die Reifen mal runternehmen und schauen, wie die Felgen aufgebaut sind. Nicht das das im Fall des Falles auch so ein Gewürge ist wie bei der IVY.

Ach ja – CO2-Patronen an der IVY sind nun tabu … Daher hat sie noch eine fest installierte Minipumpe von Lezyne spendiert bekommen – mehr als 30.- Euro sind auch ein stolzer Preis aber die Dinger funktionieren wenigstens.

Learnings:

  • Wenn es mit der Standpumpe nicht ploppt, ab zur Tankstelle oder Kompressor anwerfen
  • wenn die Milch drin ist, aufpumpen und losfahren. So verteilt sich die Milch anscheinend am besten im Reifen
  • nach ein paar Tagen / Wochen nochmal nachfüllen

 

Heute gelernt … Stromverbrauch Raspberry PI

laut Heise angeblich 14 Euro / Jahr bei 24×7-Betrieb. Okay, davon 3, dazu eine Synology mit 6 Disks, der iMac, der auch nie “aus” ist, 3 Switche unterschiedlicher Größe (24Port, 8Port PoE, 5 Port), 2 PowerLAN Adapter, die FritzBox, eine Firewall … da kommt wohl einiges zusammen

Aber abschalten ist bei dem Netzwerk-Glump ja auch keine Alternative … Da muss wohl doch bald mal ‘ne Solarzelle auf den Balkon. Kostet um die 650 Euro – hätte sich wahrscheinlich nach 2 Jahren allein für den Grundstrom bereits amortisiert … Was liefert so ein Balkon-Dingsbumms eigentlich?